Thermalölanlagen für industrielle Temperierung
Wärmeversorgung präzise, sicher und wirtschaftlich
Zahlreiche industrielle Prozesse erfordern präzise Temperaturführung und zuverlässige Wärmeversorgung – sei es beim Trocknen, Erhitzen, beim Umformen oder auch bei chemischen Reaktionen. Mit einer Thermoölanlage bieten Sie Ihrem Unternehmen eine moderne und leistungsfähige Lösung zur Erzeugung und Bereitstellung von Prozesswärme im Temperaturbereich von bis zu 400 °C: Effizient, präzise, sicher und flexibel. CAW liefert maßgeschneiderte komplette Thermoölanlagen, die optimal an Ihre ganz speziellen Anforderungen angepasst werden.
Wie funktioniert eine Thermoölanlage?
Eine Thermoölanlage, auch Thermalöl-, Wärmeträgerölanlage oder HTF- / HTM-Anlage genannt, nutzt spezielle temperaturbeständige mineralische (bis zu ca. 300 °C) und synthetische (bis zu 400 °C) Thermoöle anstelle von Wasser oder Dampf als Wärmeträger zur indirekten Temperierung von Produktionsprozessen und Thermoprozessen.
Grundprinzip
- Öl- oder Gasbrenneranlagen, elektrische Heizelemente oder andere mechanische Feuerungs- / Verbrennungsanlagen erzeugen Primärwärme.
- In einem speziellen Wärmetauscher, auch Ofen oder Kessel genannt, zumeist bestehend aus gewickelten Heizflächensystemen in Form konzentrischer zylindrischer Rohrwendel wird diese Wärme an das Thermoöl übertragen.
- Das erwärmte Thermoöl wird in einem geschlossenen System durch Rohrleitungen zu den Wärmeverbrauchern in den Produktionsprozessen geleitet. Dort wird Wärme an sekundäre Kreisläufe und Verbraucher übertragen. Anschließend strömt das abgekühlte Öl zurück zum Erhitzer und der Kreislauf beginnt erneut.
- Umwälzpumpen stellen die konstante Zirkulation des Thermoöls in allen Anlagen- und Systemteilen sicher.
- Modernste und normgerechte Steuer- und Regelungstechnik überwacht dabei Temperatur, Durchfluss und Sicherheit der Anlage.
Technische Besonderheiten
- Thermoöl erlaubt bei nahezu atmosphärischem Druck hohe Vorlauftemperaturen bis etwa 300 °C, bei gesondert dafür ausgelegten Systemen sogar bis zu 400 °C.
- Da kein signifikanter Dampfruck entsteht, entfallen viele Sicherheits- und Wartungskomplexitäten, die bei Dampf- oder sonstigen Hochdrucksystemen grundsätzlich erforderlich sind.
- Der stets geschlossene Kreislauf eliminiert Korrosionserscheinungen, minimiert Wärmeverluste und stellt eine stabile und gleichmäßige Wärmeversorgung auch komplexer Systemkonfigurationen bei beliebigen individuellen Verbrauchertemperaturen und Temperaturspreizungen sicher.
Vorteile einer Thermoölanlage
Hohe Temperaturen bei niedrigem Druck
Thermoöl ermöglicht Prozesswärme bis rund 300 °C ohne relevanten Dampfdruck – deutlich einfacher und sicherer als Satt- und Hochdruckdampf.
Effiziente Wärmeübertragung und gleichmäßige Temperaturführung
Individuell angepasste Volumenströme in geschlossenen Kreisläufen erlauben konstante Temperaturen gleichmäßige Wärmeversorgung und sind ideal für alle temperaturkritischen Prozesse.
Geringer Wartungsaufwand und lange Lebensdauer
Anders als Dampfsysteme sind Thermoölsysteme wenig bis gar nicht anfällig für Korrosion und Verkalkung.
Flexible Brennstoff- und Wärmequellenwahl
Neben fossilen Primärenergieträgern wie Brenngase und Heizöle sind auch elektrische Beheizung und alternative Energieträger möglich.
Zentrale und sichere Wärmeversorgung für mehrere Verbraucher
Eine Thermalölanlage kann zahlreiche Wärmeverbraucher bei zugleich verschiedenen Verbrauchertemperaturen, Ölumwälzmengen und Temperaturspreizungen zentral versorgen.
Gute Regelbarkeit und Energieeffizienz
Moderne Anlagen mit optimierten Heizflächensystemen und Nachschaltheizflächen ermöglichen exakte Temperatursteuerung und minimieren Wärme- / Abwärmeverluste, was Energiebedarf und zugleich Betriebskosten reduziert.
Branchen und typische Einsatzbereiche von Thermoölanlagen
Thermoölanlagen sind besonders geeignet für Industriebetriebe, die eine zuverlässige, gleichmäßige und flexible Wärmeversorgung benötigen. Typische Branchen und Anwendungen sind:
Chemie- und Pharmaindustrie
Reaktor- und Rührbehälterbeheizung, Sprüh- und Kontaktrocknungsanlagen, Rektifikation / Destillation, Begleitheizungen etc.
unststoff- und Gummiindustrie
Beheizung von Form-, Extrusions- und Laminieranlagen.
Holz- und Holzverarbeitung
Trocknung von Säge- / Schnitthölzern, Holzspänen und -fasern sowie Furnieren, Beheizung von Ein- und Mehretagenpressen, Beheizung von Papierbeschichtungs- und Leimerzeugungsanlagen, thermische Schnittholzveredlung, Beheizung von Lackieranlagen.
Textilindustrie
eheizung von Spannrahmen sowie von Trocknungs- und Färbeprozessen, die eine sehr gleichmäßige Temperaturregelung erfordern.
Bitumen-, Asphalt- und Bauchemie
Beheizung von Asphaltmischern, Bitumentanks und ähnlichen Produkten mit definierten Temperaturanforderungen.
Halbleiter- und Platinenherstellung
Trocknung von Platinen.
Energieversorgung und Anlagenbau
Zentrale und dezentrale Wärmeversorgung, Kraft-Wärme-Kombianlagen, Abwärmenutzung.
Brennstoffe und verwendete Wärmeträger
Eine Thermalölanlage kann vielfältige Brennstoffe und verschiedene Thermoöle nutzen – je nach Anforderungen, Prozessbedingungen und Energieverfügbarkeit:
Brennstoffoptionen / Primärenergieträger
- Brenngase wie z. B. Erdgas, Flüssiggase (LPG, LNG), Schwach-, Deponie- und Biogase
- Flüssige Brennstoffe wie leichte, schwere und extra schwere Heizöle, Destillationsabfälle, Lösemittelreste
- Biomassen, Agrarabfälle, organische Abfallströme in flüssiger, fester und pastöser Form sowie auch alternative Brennstoffe wie z.B. RDF (je nach Auslegung und Ausführung von Rostsystemen sowie Brenn- und Nachbrennkammern)
- Elektrische Beheizung gänzlich ohne jegliche Verbrennung und Emissionen, besonders geeignet, wenn kein Heizraum und / oder keine stabile und sichere Brennstoffversorgung / -lagerung verfügbar sind oder außergewöhnliche Umweltauflagen bestehen.
Wärmeträgeröle / Thermoöle / Thermalöle / HTF
- Thermoöle weisen grundsätzlich eine hohe thermische Stabilität bei gleichzeitig kaum relevanten Dampfdrücken auf.
- Je nach Temperatureinsatzbereich werden mineralische (Raffination und Veredelung von Rohölen) oder synthetische (Kombination aus der Raffination von Basisölen und gezielter chemischer Modifikation) Thermoöle verwendet:
- Bei Temperaturen bis zu etwa 300 °C sind mineralische Thermoöle deutlich preiswerter, zugleich aber in deren Anwendungstemperaturen begrenzt,
- Für höhere Temperaturen bis zu 400 °C (in Ausnahmefällen sogar bis zu 430 °C) bieten synthetische Thermoöle erheblich bessere thermische Stabilität bei zugleich deutlich geringerer Zersetzungsneigung.
- Ein gut und klug gewähltes Thermoöl erlaubt stabile und gleichmäßige Wärmeübertragung bei langer Haltbarkeit / Betriebsdauer sowie ohne Gefahr von Korrosion oder Verkalkung.
Warum CAW-Thermalölanlagen Ihre beste Wahl sind
Mit einer professionell geplanten und ausgeführten sowie in Betrieb genommenen Thermoölanlage von CAW erhalten Sie ein Wärmeträgerölsystem, das höchste Anforderungen an Temperatur, Sicherheit, Effizienz, Wartungsfreundlichkeit und Lebensdauer erfüllt. Dank jahrzehntelanger weltweiter Erfahrung im Anlagen- und Apparatebau in allen Industrien sind unsere Lösungen stets exakt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt – unabhängig von Branche oder Prozess. Kontaktieren Sie uns gerne für eine individuelle Beratung und ein auf Ihre Anforderungen optimiertes Konzept.